Am 24. und 25. Oktober 2026 stand auf unserer Reitanlage alles im Zeichen der Working Equitation. Unser zweitägiger Lehrgang bot allen Teilnehmenden die perfekte Gelegenheit, an Rittigkeit, Präzision und der gemeinsamen Teamarbeit zu feilen. Working Equitation bringt Abwechslung in den Trainingsalltag. Die Hindernisse geben den Dressurlektionen einen spielerischen Sinn: Eine präzise Volte wird geritten, um eine Tonne zu umrunden; das Rückwärtsrichten wird in der Glockengasse geübt. Das stärkt die Motivation des Pferdes und schult gleichzeitig seine Gelassenheit im Alltag.


Im Parcours: Von Toren, Holzpferden und Slaloms

Working Equitation verbindet die klassische Dressur mit den Anforderungen der traditionellen Arbeitsreitweise. Auf dem vorbereiteten Trail-Platz galt es an diesem Wochenende, genau dieses Zusammenspiel bei verschiedenen, spannenden Aufgaben zu testen:

  • Das Tor: Enges Heranreiten, das Tor mit einer Hand öffnen, durchreiten und wieder schließen, ohne es loszulassen. Das schult die Koordination und die einhändige Hilfengebung.
  • Die Brücke: Ein absoluter Vertrauenstest. Viele Pferde kostete der hölzerne Untergrund und das veränderte Geräusch beim Drübergehen anfangs Überwindung, doch am Ende schritten alle mutig darüber.
  • Der Slalom um Tonnen: Hier waren fliegende Galoppwechsel oder präzise einfache Wechsel gefragt. Die Tonnen mussten eng und schwungvoll umrundet werden.
  • Die Glockengasse (L-Gang): Vorwärts hineinreiten, am Ende die Glocke läuten und schnurgerade rückwärts wieder herausmanövrieren – eine exzellente Übung für die Hinterhandkontrolle.
  • Der Pferch (Pen): Dieses Hindernis simuliert das Eintreiben von Rindern. Die Paare ritten um den Pferch herum, wendeten durch den engen Eingang ins Innere und absolvierten dort eine präzise Volte um eine Mittelfigur (wie unser Holzpferd). Das verlangte maximale Wendigkeit und Durchlässigkeit auf engstem Raum.

Ein echtes Highlight: Die Jungpferdestunde

Besonders stolz sind wir auf unsere Nachwuchspferde, die in einer eigenen Jungpferdestunde glänzen durften. Hier standen vor allem Mut, Balance und das spielerische Kennenlernen der neuen Herausforderungen im Vordergrund. Mit viel Ruhe und Geduld konnten die jungen Pferde erste Trail-Erfahrungen sammeln, ihr Selbstvertrauen stärken und lernen, auch ungewohnte Situationen gelassen zu meistern.

Aber auch Abwechselung in der Austattung kam zum Tragen: So wurde ein Hengst mit reinem Fellsattel (ohne Bügel) geritten, was besondere Anforderungen an Gleichgewicht, Körpergefühl und einen ausbalancierten Sitz stellte -- wichtig für eine feine Kommunikation zwischen Pferd und Reiter.

Unser Fazit: Das Working-Fieber hat uns gepackt!

Neben den vielen lehrreichen Momenten kamen natürlich auch der Spaß und die Freude an der gemeinsamen Arbeit mit den Pferden nicht zu kurz. Es war wunderbar zu sehen, mit wie viel Begeisterung, Motivation und Teamgeist alle Beteiligten dabei waren!

 Der Lehrgang war ein voller Erfolg. Es war faszinierend zu sehen, wie schnell die Pferde gelernt haben, die Hindernisse als logische Aufgabe zu verstehen, und wie viel Sicherheit sie in den zwei Tagen gewonnen haben.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unseren Trainerin Franziska für das großartige, einfühlsame und lehrreiche Coaching! Mit viel Geduld und passenden Tipps für jedes Niveau – vom Youngster bis zum erfahrenen Pferd – hat er diesen Lehrgang zu einem echten Highlight gemacht. Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung!

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